Autonome Linke Magdeburg

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Samstag, 28. Januar 2012


     






    blockieren statt ignorieren

    15. Januar 2011 in Magdeburg: Naziaufmarsch blockieren!

    Im Rahmen der militärischen Zerschlagung Nazideutschlands bombardierten alliierte Fliegerverbände am 16. Januar 1945 Magdeburg. Dies nimmt die lokale Naziszene seit 1999 zum Anlass ihres „Trauermarsches“. In den vergangenen Jahren entwickelte sich diese Veranstaltung zum Auftakt des Februaraufmarsches in Dresden, sodass letztes Jahr für beide Veranstaltungen über eine gemeinsame Domain mobilisiert wurde. In den vergangenen drei Jahren nahmen zwischen 700 und 900 Nazis an den Aufmärschen in Magdeburg teil.
    Das Ziel der Nazis ist es, ihre geschichtsrevisionistische Darstellung des Zweiten Weltkrieges in der Öffentlichkeit zu verankern. Die Bombardierung deutscher Städte wird ohne den historischen Kontext betrachtet. Ausgeblendet wird unter anderem die deutsche Kriegsschuld sowie die Verantwortung der deutschen Bevölkerung für die Angriffskriege und den Holocaust. Auf diese Weise werden aus deutschen Tätern „unschuldige Opfer“ gemacht – und die Geschichte auf den Kopf gedreht.







    Antifa Demo in Cottbus

    Das Jahr 2010 ist in Cottbus durch rechte Gewalt und massive Nazipräsenz gekennzeichnet. Die Liste der Gewalttaten ist lang. Seit der NPD-Demonstration am 15. Februar 2010 kam es verstärkt zu rechten Aktivitäten. Regelmäßig werden links-alternative Menschen in Südbrandenburg bedroht, beleidigt und zusammengeschlagen.

    Auch strukturell versuchen die Nazis zu punkten und probieren den „Rechten Lifestyle“ in Cottbus zu etablieren. Neben dem rechten Platten- und Klamotten-Laden „The Devils Right Hand Store“ gibt es seit September mit dem Naziladen „Oseberg“, einen „Thor Steinar“ Vertrieb in der Innenstadt. Des Weiteren sitzt eine der aktivsten Kreisverbände des Landes Brandenburg, die „NPD Lausitz“, im Cottbuser Stadtparlament und bietet geistigen Nährboden für militante Neonazis.







    Siempre Antifascista



    Übergriffe, Morde und Pogrome- Ausdruck der als offiziell besiegt geglaubten rechten Einstellungsmuster haben Hochkonjunktur. Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie- von der Gesellschaft getragen, vom Staat legitimiert und gemeinschaftlich praktiziert. Nationalistische und rechtspopulistische Ideologien und Tendenzen rücken gerade im europäischen Rahmen die Gesellschaften weit nach rechts- und äußern sich in Gefahren für die physische Existenz jener, die bspw. aufgrund ihrer sozialen, geographischen Herkunft sowie der sexuellen oder politischen Orientierung nicht dem Rechtsruck folgen (dürfen). Die rechtsradikalen Bewegungen in Europa und global prophezeien den „Rassen- bzw. Kulturkrieg“ und vernetzen sich verstärkt. Grenzüberschreitende Kooperationen unter dem Banner des sogenannten Ethnopluralismus, für „ein Europa der Vaterländer“ (NPD), sorgen für erstarkende Neonazistrukturen bei Kameradschaften und Parteien.

    Versuche der rechten Parteienlandschaften im Europa-Parlament eine Fraktion zu gründen zeugen von realen Gefahren der Vernetzung und Zusammenarbeit rechtsradikaler Parteien von der Front National (Frankreich) über die Fiamma Tricolore (Italien) bis zur Partidul Romania Mare (Rumänien).






    Nazis sind in Leipzig grandios gescheitert



    Das war wohl nichts! Kaum mehr als 500 Nazis sind heute nach Leipzig gekommen, angekündigt war das Dreifache. Der Tag begann mit einem „Spontan“-Aufmarsch von 60 Nazis in Geithain, 200 erschienen später an der genehmigten Kundgebung neben dem Hauptbahnhof. Im Stadtgebiet gab es weitere überschaubare Nazigrüppchen, die probiert haben, wiederum „spontan“ zu marschieren. Diese Versuche in Grünau, Plagwitz und Sellerhausen waren erfolglos, endeten jeweils nach wenigen hundert Metern. Einige Nazis reisten sogar schon vorzeitig wieder ab.








    Sportfest Halberstadt


    Nachdem der erste Termin
    für den Naziaufmarsch am 17.07.2010 aufgrund personeller und organisatorischer Schwächen des Halberstädter NPD-Verbandes abgesagt werden musste, übernahm für den 2.Oktober die Jugendorganisation der NPD aus Sachsen-Anhalt die Anmeldung. Der missglückte Versuch einer Demonstration ist nicht die erste Peinlichkeit, die die Halberstädter Nazis dumm da stehen lässt. Schon im Februar wurde ein Liederabend der NPD verboten, weil ein Nazi aus dem NPD-Umfeld ein Video im Internet veröffentlicht hatte, auf dem bei einer ähnlichen Veranstaltung der Hitlergruß gezeigt wurde.






    „Wake UP“-Demo in Potsdam [Demobericht]

    Am vergangenen Samstag demonstrierten in Potsdam ungefähr 250 Antifaschist_innen unter dem Motto „Wake Up! Offensiv gegen rechte Gedanken und Strukturen!“ für eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit (neo)nazistischen Tendenzen in der Landeshauptstadt und eine aktivere Bekämpfung dieser.






     
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